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Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

FC Neunkirch 1
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Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

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Lipo-Park-Meistersplitter

Frühe Abreise, eine Titelverteidigerin und erster Schluck

Für Monica Mendes, die Abräumerin in Neunkirchs Abwehr, ist die Saison noch nicht zu Ende. Die Portugiesin reiste bereits am Pfingstsonntag in ihre Heimat zurück, wo ein Zusammenzug ihres Nationalteams ansteht. Anschliessend bestreitet dieses ein Testspiel gegen Wales. Für die Mitte Juli beginnende EM in den Niederlanden ist die 23-jährige FCN-Stammspielerin eine reelle Kandidatin im breiten Kader. «Es sieht sehr gut aus», meinte sie zu ihren Chancen auf ein Aufgebot in Portugals Kader.

Bild: Pascal Oesch

Als einzige Spielerin des FCN konnte Lorena Baumann ihren Titel verteidigen. «Meine Serie geht weiter», lachte die 20-Jährige, die zuvor beim FC Zürich unter Vertrag gestanden hatte und dort dreimal Meister geworden war. Im Match gegen Lugano figurierte sie erstmals nach langer Verletzungspause wieder in der Startelf. Bei ihrem Comeback im Cupfinal war sie eine Woche zuvor in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden.

Einen grossen Schluck aus dem Pokal gönnte sich Captain Alyssa Lagonia. Sie sei glücklich, erzählte sie nach getaner Arbeit. «Wir haben alles gewonnen und unsere Ziele erreicht», sagte die 27-jährige Kanadierin. Für sie stand fest: «Jetzt gibt es eine super Party.» Sprach’s und schickte sich an, mit ihren Kolleginnen nach Neunkirch aufzubrechen. Denn dort, im Klettgauer Städtchen, ging im weiteren Verlauf des Abends die grosse Feier über die Bühne. Im Clubhaus auf dem Sportplatz Randenblick, wo alles seinen Anfang nahm.

Bild: Pascal Oesch

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Innert Wochenfrist zwei Titel – das Double ist perfekt

Der FC Neunkirch tat am Pfingstsamstag das, was er in dieser Saison fast immer tat: Er gewann – und sicherte sich eine Woche nach dem Cupsieg auch den Schweizer Meistertitel. Gegen Lugano hätte ein Unentschieden gereicht, aber der FCN liess im Lipo-Park nichts anbrennen. Vor 585 Zuschauern gewann er 3:0. Nach harzigem Beginn erzielten Paula Serrano, Amelia Pietrangelo und Monica Mendes die Tore. Sie setzten den Schlusspunkt hinter ein aussergewöhnliches Championat 2016/2017: In wettbewerbsübergreifend 29 Pflichtspielen verlor Neunkirch genau ein einziges Mal – im März gegen die YB-Frauen.

Der Jubel kannte bei den Neunkircher Spielerinnen keine Grenzen: Oben gleich nach dem Schlusspfiff, als die Spielerinnen auf der Ersatzbank mit dem «Meistergetränk» das Feld stürmen; später will natürlich jede Akteurin den Pokal küssen.
Bilder: Roger Albrecht

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz beeindruckte der neue Meister mit absoluter Konstanz. Selbst als im Frühjahr die Verletzungshexe zuschlug, brach der FCN nicht ein. Widerstandskraft und grosse Solidarität zeichneten das Team aus. Eine verschworene Einheit, die stets dann zu ihrer besten Leistung fand, wenn es darauf ankam. Zwei Namen müssen im internationalen Ensemble aber dennoch hervorgehoben werden. Die Torhüterin Maria «Majka» Korenciova, die im Sommer vom Bundesligisten SC Sand zu Neunkirch gewechselt hatte. Sie entpuppte sich als klare Verstärkung auf der Goalieposition. In 23 NLA-Partien musste Korenciova nur zehn Gegentore hinnehmen. Ihr Gegenpart in offensiven Belangen war Valentina Bergamaschi. Sie traf im selben Zeitraum 24 Mal – mehr als jede andere Spielerin in der NLA. Vor der Saison aus Lugano verpflichtet, erfüllt Bergamaschi alle Erwartungen.

Den Double-Gewinn mit Cup- und Meistertitel innert Wochenfrist allein an diesen zwei Namen festzumachen, wäre indes ungerecht. Viele Rädchen in Team, Staff und Club griffen ineinander, damit diese historischen Erfolge möglich wurden. Und so brach Neunkirch die Dominanz des FC Zürich, nachdem dieser zuletzt fünfmal hintereinander Meister geworden war.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Nüchilch auch Schweizer Meister

Das Spiel ist wunderbar geloffen,
das Double ist nun eingetroffen,
die Luganesi ohne Stich,
dar Ball der Torfrau oft entwich.

Und es trätschten die Zuschauer
kräftig zu dem Spielfeldhauer,
und selbst Regierungsrätin (Widmer) Gysel
beklatschte fest die blauen Wiesel.

Es gratulieren ganz gehörig
zum Double auch die beiden Dörig,
die sich erfreuten an dem Spiel
und sich erhoffen künftig viel.

04.06.2017 – Peter Dörig

Der FC Neunkirch holt sich den Schweizer Meistertitel 2016/17

…und somit das Double!

Herzliche Gratulation – Der Vorstand

Mehr Informationen folgen…

Grosser Schritt dank knappem Sieg

Der FC Neunkirch hat sich mit einem 1:0-Sieg beim FC Basel die Chance auf das erste Double in der Vereinsgeschichte bewahrt. Am Samstag kommt es zum Final gegen Lugano.

Die Frauen des FC Neunkirch (grüne Trikots) mussten beim Spiel in Basel ordentlich um den Sieg kämpfen Bild: Hans Christoph Steinemann

Der FC Neunkirch hat trotz Kraftverlust beim Cupsieg am letzten Samstag gegen den FC Zürich seine Kräfte mobilisiert und den hartnäckigen Rivalen auf Platz 3, Basel, mit 1:0 besiegt. Da auch die FCZ-Frauen ihre Aufgabe mit einem 8:0 über YB souverän erfüllten, bleibt es in der Finalrundentabelle
bei den zwei Punkten Vorsprung des FCN gegenüber dem FCZ. Da bei Punktgleichheit die bessere Klassierung der Qualifikation den Ausschlag zugunsten der Klettgauerinnen geben würde, genügt in der letzten Runde am Samstag ein Remis gegen Lugano. Nur eine Neunkircher Niederlage im Lipo-Park (17 Uhr) würde dem FCZ noch eine Meisterchance eröffnen. Die gestrige Finalrundenpartie im Basler Nachwuchs-Campus vor immerhin 250 Zuschauern begann mit einem Paukenschlag der Einheimischen: Der FCN hatte Riesenglück, dass er nach 45 Sekunden nicht mit 0:1 in Rückstand geriet. Zuerst lenkte die wiederum exzellente Torhüterin Maria Korceniova einen Ball an die Querlatte und hielt danach genauso magistral den Nachschuss aus fünf Metern. Ein 1:0 für Basel hätte die Partie natürlich in eine andere Richtung gelenkt, die dem FCN das Leben deutlich erschwert hätte. Es fiel aber nicht, und in der Folge übernahmen immer mehr die Gäste das Spieldiktat und hatten nach einem Corner in der 6. Minute ihre erste grosse Chance. In der 14. Minute holte dann Lucia Ondrusova, die auffälligste Spielerin auf dem Platz, nach einem starken Lauf einen Freistoss heraus. Und die Slowakin überzeugte ihr zukünftiges Publikum – Ondrusova wechselt zum FCB – mit einem schönen Direktschuss zum 1:0 in die rechte hohe Ecke. Das war wichtig für Neunkirch, das aber in der 24. Minute erneut das Glück beanspruchen musste, um bei einem Kopfball nach einem Corner nicht das 1:1 zu kassieren. Und später rettete Korceniova noch mehrmals. Aber bis zur Pause passierte nichts mehr Entscheidendes. Die Kräfte begannen auf beiden Seiten zu schwinden. Die Partie plätscherte bei bis zum Schluss trockenen Verhältnissen – schwarze Gewitterwolken zogen auf – dahin, und auch einige Wechsel brachten keine Resultatänderung mehr. Der 1:0-Sieg half vor allem dem FCN, der nun mit der «Finalissima» im Lipo-Park einen weiteren Höhepunkt erleben darf. Silberstreifen am Horizont «Wir freuen uns natürlich über diesen Sieg und hoffen nun auf viele Zuschauer im Lipo-Park», sagte Thomas Wildberger, der Präsident der FCN Gönnervereinigung, die sich auch intensiv um die schwierige Zukunft inklusive Vergangenheitsbewältigungdes Clubs kümmert. Auch eine Meisterfeier kündigte er an, allerdings in Neunkirch. Und Wildberger deutete überdies ein Hintertürchen an, das sich bezüglich der Finanzierung des gefährdeten NLA-Frauenteams noch auftun könnte. «Die Gespräche sind mit verschiedenen Partnern am Laufen.» Wildberger hofft, noch vor dem Wochenende informieren zu können. Die Führungsrolle bei der Rettungsaktion liege klar bei der Gönnervereinigung.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Hans Christoph Steinemann)

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Stimmen zum Spiel und zum Cupsieg

Egal, mit wem man nach dem Cupsieg sprach, zwei Punkte wurden stets hervorgehoben: einerseits die starke Leistung des Kollektivs, mit der Neunkirch den FC Zürich niedergerungen hatte, und andererseits das nächste Ziel, auf das sich der FCN nun fokussiert. Dieses heisst Meistertitel. Spätestens nächsten Samstag werden die Würfel im NLA-Spielbetrieb fallen. Vorerst geht es jedoch darum, den Moment zu geniessen. «Wir haben bis zum Schluss immer positiv gedacht», sagte Captain Alyssa Lagonia nach dem Spielende. Sie stand auf dem Rasen der Bieler Tissot-Arena und liess den Match Revue passieren. Zürich sei ein starker Gegner gewesen, betonte sie und schob nach: «Aber wir wollten unbedingt gewinnen.»

Vier Freundinnen und die Trophäe: (von links) Sandy Maendly, Paula Serrano, Martina Capelli und Valentina Bergamaschi vor dem FCN-Fanblock im Bieler Stadion. Bild: Pascal Oesch

Von einem «extrem schönen Gefühl» sprach die Torhüterin Maria Korenciova. Sie habe sich beim gehaltenen Elfmeter auf ihre Intuition verlassen, erklärte sie. «Das Wichtigste war aber, dass wir geschossen haben, ohne Nerven zu zeigen», sagte Korenciova. Sie war während der Begegnung immer wieder von Krämpfen geplagt, sodass sie mit der Zeit die Abstösse nicht mehr selbst ausführen konnte. Die FCN-Torhüterin blickt indes bereits vorwärts: «Eines von zwei Zielen ist geschafft. Am Mittwoch erwartet uns das nächste schwierige Spiel.» Für Pa­tricia Hmirova, Schützin des siegbringenden Penaltys, lag dem Triumph die Arbeit des ganzen Teams zugrunde. Ihren Beitrag wollte die Mittelfeldspielerin nicht überbewerten. «Ich wollte ein Tor machen. Das war super für mich», sagte sie während der ersten Feierlichkeiten in den Katakomben des Stadions. Diese wurden nach der Rückkehr in Neunkirch fortgesetzt: zuerst beim Empfang im Restaurant «Gmaandhuus 8213», dann im Festzelt des Turnfestes.

Die Siegesfeier: Lucia Harsanyova (mit Pokal und Mikrofon) profiliert sich auf der
Bühne des Turnfestzeltes in Neunkirch als Cupsieger-Vorsängerin. Bild: Pascal Oesch

Dort zeigte die Verteidigerin Lucia Harsanyova Entertainerqualitäten – und intonierte lauthals Andreas Bouranis «Auf uns». Übertreiben wollten es ihre Kolleginnen und sie angesichts der englischen Woche allerdings nicht. «Ein wenig Party machen ist heute erlaubt», wie es Captain Lagonia formulierte. «Zu Einsatz und Leistung kann ich der Mannschaft nur gratulieren», betonte Trainer Hasan Dracic. Und Teammanager Heinz Rähmi sagte: «Ich gönne es den Spielerinnen von ganzem Herzen.» Für Beat Stolz, den Sportchef und langjährigen Macher, überwog am Ende eines grossen Tages die Freude am Sieg. «Dahinter steckt viel Arbeit, die über Jahre geleistet wurde. Wenn man so etwas erleben kann, ist das sensationell», fand er und erzählte, dass er von Anfang an mit einem Penaltyschiessen gerechnet habe. In der Stunde des Sieges betonte er aber auch: «Wir haben heute Glück gehabt.»

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Grosses Happy End im Penaltyschiessen

Die Frauen des FC Neunkirch entthronten den FC Zürich als Cupsieger. Sie entschieden den Elfmeter-Krimi im Final dank eines 8:7-Sieges für sich

Patricia Hmirova war es schliesslich, die den FCN ins Glück schoss. Sie verwandelte den insgesamt 14. Elfmeter souverän und setzte den Schlusspunkt hinter eine dramatische Partie. Eine, die über weite Strecken von der Spannung lebte. Und eine, die den Spielerinnen bei hochsommerlichen Bedingungen alles abverlangte. Der Cupfinal erzählte unendlich viele Geschichten; Geschichten von Mut und Zuversicht, von Wut und Verzweiflung. Lesley Ramseier schrieb eine davon. Die junge FCZ-Mittel- feldspielerin war die einzige, die im nervenaufreibenden Penalty-Thriller nicht traf. Ihr Versuch wurde von Neunkirchs Torhüterin Maria Korenciova pariert. Damit machte sie die Bahn frei für Hmirova – und das anschliessende grosse Happy End. Diese hatte danach sogar noch genügend Energie, um den 8:7-Siegestreffer mit einem Salto zu feiern. Und just als sie ihn vollendet hatte, stürmten schon ihre Teamkolleginnen auf sie zu.

Moment der Entscheidung: Keeperin Maria Korenciova pariert den Penalty von Lesley Ramseier – und wird gleich von den heranstürmenden Mitspielerinnen gefeiert. Bild: Key

Was folgte, waren die üblichen Ingredienzen eines solches Endspiels: Ehrungen von Siegern und Verlierern, Medaillenübergabe und schliesslich die Aushändigung des Pokals an den FC Neunkirch. Um 20.25 Uhr stemmten Alyssa Lagonia und Lucia Ondrusova die Trophäe in den Bieler Abendhimmel – begleitet vom Chorus der mitgereisten Fans. Rund 120 Anhänger waren ins Berner Seeland gereist, individuell oder im eigens gecharterten Car. Kaum war der Cup an den FCN überreicht, stürmten die Akteurinnen Richtung Publikum. Jubel, Trubel, Heiterkeit allenthalben. Aber bei den Klängen des ewigen Queen-Gassenhauers «We Are the Champions» ging fast vergessen, dass diesem historischen Erfolg ein hartes Stück Arbeit zugrunde lag. 120 Minuten lang hatten sich Zürich und Neunkirch nichts geschenkt; zahlreiche kleine Fouls in der mitunter aggressiv geführten Affiche zeugten davon. Doch bekanntermassen sieht Qualität nicht immer schön aus.

Zürich spielte gepflegter und leichtfüssiger als der Gegner. Dass der Koloss der letzten Jahre dennoch scheiterte, lag an seiner Chancenauswertung. Vor allem Sanni Franssi verpasste kurz nach dem Seitenwechsel auf fahrlässige Art und Weise einen Treffer: Sie entschied sich für einen Abschlussversuch, obwohl Sandrine Mauron auf Höhe des Elfmeterpunktes freistand. Und auch im ersten Durchgang musste der FCN einen bangen Moment überstehen, als Malin Guts Kopfball vom Pfosten ins Feld zurückprallte. Neunkirch hingegen ging mit seiner ersten Möglichkeit in Führung. Unmittelbar vor dem Pausen- pfiff war es Valentina Bergamaschi, die von der FCZ-Abwehr sträflich ver- gessen wurde. Dass sie mit einer Referenz von 24 Meisterschaftstreffern nach Biel gekommen war, schien bei Zürich niemand zur Kenntnis genommen zu haben.

Bergamaschi schloss nach einer mustergültigen Vorlage Amelia Pietrangelos erfolgreich ab. Das Tor war aber ein Spiegelbild davon, warum der FCN die Oberhand behielt. Bevor das 1:0 fiel, waren nicht weniger als fünf Klettgauer Akteurinnen involviert. Ballrückeroberung, Vorlage, Dribbling, Querpass – und Schuss. Der FCN verdiente sich diesen Cupsieg mit einer aufopfernden Mannschaftsleistung und steckte alle Widrigkeiten weg. Darunter den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich Maurons nach einer Stunde. Oder die Verletzung von Mittelfeldmotor Sandy Maendly, die nicht spielen konnte. Für sie sprangen andere in die Bresche. Deshalb wäre es falsch, den Triumph allein an jemandem festzumachen. Hmirova und Korenciova, die prägenden Figuren im Penaltyschiessen, böten sich zwar an. Aber schon zuvor hatte sich Neunkirch in einer strapaziösen Zusatzschlaufe namens Verlängerung mit vereinten Kräften gewehrt. Für den frisch gekürten Cupsieger geht es nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte umgehend weiter. Bereits am Mittwoch geht in Basel der Ligabetrieb weiter, ehe Neunkirch am Samstag sogar Meister werden kann.

Ein Kampfspiel im Cupfinal mit dem besseren Ende für Neunkirch: Hier tankt sich
Amelia Pietrangelo (r.) gegen die Zürcherin Rahel Moser durch. Bild: Key

Zürich – Neunkirch 1:1 (1:1, 0:1) n.V., Neunkirch 7:6-Sieger im Penaltyschiessen.- Biel. – 543 Zuschauer. – SR Schmölzer. – Tore: 45. Bergamaschi 0:1. 60. Mauron 1:1. – Penaltyschiessen: Stierli 1:0, Lagonia 1:1; Willi 2:1, Harsanyova 2:2; Humm 3:2, Mendes 3:3; Mauron 4:3, Balog 4:4; Fischer 5:4, Bell 5:5; Gut 6:5, Bergamaschi 6:6; Ramseier (gehalten), Hmirova 6:7. – FCN: Korenciova; Bunter (120. Bell), Harsanyova, Mendes, Zigic; Bergamaschi, Serrano, Ondrusova (88. Balog), Hmirova; Pietrangelo (71. Baumann), Lagonia. – Bemerkungen: 30. Kopfball von Gut (Zürich) an den Pfosten.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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FC Neunkirch gewinnt den Cup nach einem echten Krimi

So sehen strahlende Siegerinnen aus: Die Frauen des FC Neunkirch feiern ihren Erfolg im Schweizer Cup ausgiebig. Gegen den FC Zürich mussten sie aber ordentlich kämpfen – erst im Penaltyschiessen gelang der umjubelte Triumph.

Bild: KEYSTONE/Peter Schneider

Der erste Titel der Vereinsgeschichte ist perfekt. Nach spannenden 120 Minuten gewinnt der FC Neunkirch den Schweizer Cup in einem dramatischen Penaltyschiessen.

Auf der einen Seite der grenzenlose Jubel. Auf der anderen Seite die bittere Enttäuschung. Der Cupfinal in der Tissot-Arena spiegelte mal wieder eindrücklich die grossen Emotionen im Sport wider. Nach 120 Minuten stand es zwischen dem FC Neunkirch und dem FC Zürich 1:1. Das Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Und auch da präsentierten alle Spielerinnen Nerven aus Stahl – bis die Zürcherin Lesley Ramseier als 13. Schützin zum Punkt schritt und an Neunkirch-Goalie Maria Korenciova scheiterte. Die Bahn war frei für Patricia Hmirova, die sicher verwandelte und das FCN-Team mitsamt seinem Fantross in ein Meer aus Freude und Glück schoss. Mussten sich die Neunkircherinnen im vergangenen Jahr noch trotz einer engagierten Leistung dem FCZ im Cupfinal geschlagen geben, hatten sie bei der Revanche nun das bessere Ende für sich. Er habe schon vorher geahnt, dass es ins Penaltyschiessen gehen würde, outete sich Beat Stolz als Orakel. Doch auch der FCN-Sportchef musste bei aller Freude zugeben: «Wir haben heute Glück gehabt.» Denn im gesamten Spiel, inklusive Verlängerung, präsentierte sich der FCZ als spiel- und formstarker Gegner. Umso grösser ist die Genugtuung, den historischen Cupsieg eingefahren zu haben. «Wir haben bis zum Schluss immer positiv gedacht», offenbarte Captain Alyssa Lagonia das nicht immer so einfach umzusetzende Erfolgsrezept. Doch nach dem Sieg ist vor dem Traumziel. In den kommenden beiden Ligapartien hat Neunkirch nun noch die Chance, den Meistertitel – und damit das Double – zu holen.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Tobias Erlemann)

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Neunkirch – Zürich 8 zu 7 (1 zu 1)

Den Schweizercup erstmals gewonnen,
das Wettkampfglück ihnen gesonnen,
siebenmal sie dann getroffen,
es ist wirklich gut geloffen.

Aggressiv war halt ihr Spiel,
sie getrauten sich gar viel,
den jungen Damen in schwarz-grün
war der Fussballgott ganz grün.

Es gratuliert, und zwar gehörig,
dem FC Neunkirch auch der Dörig,
und er beschwört die guten Geister,
dass es auch reicht zum Schweizermeister.

28.05.2017 – Peter Dörig

Der heisse Tanz um den Pokal

Wie schon letzte Saison trifft der FC Neunkirch im Cupfinal vom Samstag auf den FC Zürich.

Ein Jahr ist vergangen, seit sich der FC Neunkirch definitiv Bewusstsein der Sportinteressierten katapultiert hat. Am 16. Mai 2016 spielte er im Cupfinal gegen den FC Zürich, war über weite Strecken die bessere Mannschaft – und verlor trotzdem. Mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck reiste er damals aus Biel zurück. Dieses Szenario soll sich am Samstag an gleicher Stätte (Tissot-Arena, 17.30 Uhr und live auf SRF zwei) möglichst nicht wiederholen. Dann sehen sich die beiden Rivalen erneut im Endspiel – ohne eindeutige Rollenverteilung. Es könnte ein heisser Tanz um den Pokal werden. Beide Teams drückten der bisherigen Saison ihren Stempel auf, machen den Meistertitel in den letzten beiden Runden von nächster Woche unter sich aus.
Nur konnte der FCZ seit dem letzten Cupfinal nie mehr gegen den FCN gewinnen. Erst resultierte ein 2:2-Unentschieden in der Finalrunde des Championats 2015/2016. Dann gelang Neunkirch am 1. Oktober 2016 der erste Sieg gegen Zürich überhaupt – ein 2:0-Erfolg auf dem Heerenschürli. Und in den beiden seither ausgetragenen Begegnungen trennten sich die Kontrahenten jeweils mit einer 1:1-Punkteteilung. Letztmals am Wochenende im Schaffhauser Lipo-Park. Frei von (Verletzungs)-Sorgen sind indes beide nicht. Vor allem der FCN musste seit letztem Sommer immer wieder mit einem arg dezimierten Kader antreten, liess sich aber nie gross darüber aus, konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Der Vizemeister machte aus der Not eine Tugend. Die Statistik zählt in dieser Saison nur eine einzige Niederlage aus 26 Pflichtspielen.
Auf dem Weg in den Cupfinal reihte er fünf Siege aneinander: 15:0 gegen Wittenbach (2. Liga), 5:1 gegen Schlieren und 13:0 gegen Aïre-le-Lignon (beide NLB), 5:1 gegen Lugano sowie 2:1 gegen die YB-Frauen (beide NLA). Unisono eindeutige Verdikte – mit Ausnahme des Halbfinals in Bern. Diesen entschied der FCN im April mit dem letzten Angriff in der Nachspielzeit für sich. Am Ostermontag reisten die Fans aus dem Klettgau individuell in die Hauptstadt. Anders nun am verlängerten Auffahrtswochende: Wie beim Endspiel 2016 fährt ein Car mit Anhängern nach Biel. Sie freuen sich auf einen spannenden Match, auf einen weiteren Auftritt im Rampenlicht. Und hoffen darauf, dass Neunkirch dieses Mal das bessere Ende für sich behält.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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