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FC Neunkirch gewinnt den Cup nach einem echten Krimi

So sehen strahlende Siegerinnen aus: Die Frauen des FC Neunkirch feiern ihren Erfolg im Schweizer Cup ausgiebig. Gegen den FC Zürich mussten sie aber ordentlich kämpfen – erst im Penaltyschiessen gelang der umjubelte Triumph.

Bild: KEYSTONE/Peter Schneider

Der erste Titel der Vereinsgeschichte ist perfekt. Nach spannenden 120 Minuten gewinnt der FC Neunkirch den Schweizer Cup in einem dramatischen Penaltyschiessen.

Auf der einen Seite der grenzenlose Jubel. Auf der anderen Seite die bittere Enttäuschung. Der Cupfinal in der Tissot-Arena spiegelte mal wieder eindrücklich die grossen Emotionen im Sport wider. Nach 120 Minuten stand es zwischen dem FC Neunkirch und dem FC Zürich 1:1. Das Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Und auch da präsentierten alle Spielerinnen Nerven aus Stahl – bis die Zürcherin Lesley Ramseier als 13. Schützin zum Punkt schritt und an Neunkirch-Goalie Maria Korenciova scheiterte. Die Bahn war frei für Patricia Hmirova, die sicher verwandelte und das FCN-Team mitsamt seinem Fantross in ein Meer aus Freude und Glück schoss. Mussten sich die Neunkircherinnen im vergangenen Jahr noch trotz einer engagierten Leistung dem FCZ im Cupfinal geschlagen geben, hatten sie bei der Revanche nun das bessere Ende für sich. Er habe schon vorher geahnt, dass es ins Penaltyschiessen gehen würde, outete sich Beat Stolz als Orakel. Doch auch der FCN-Sportchef musste bei aller Freude zugeben: «Wir haben heute Glück gehabt.» Denn im gesamten Spiel, inklusive Verlängerung, präsentierte sich der FCZ als spiel- und formstarker Gegner. Umso grösser ist die Genugtuung, den historischen Cupsieg eingefahren zu haben. «Wir haben bis zum Schluss immer positiv gedacht», offenbarte Captain Alyssa Lagonia das nicht immer so einfach umzusetzende Erfolgsrezept. Doch nach dem Sieg ist vor dem Traumziel. In den kommenden beiden Ligapartien hat Neunkirch nun noch die Chance, den Meistertitel – und damit das Double – zu holen.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Tobias Erlemann)

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Neunkirch – Zürich 8 zu 7 (1 zu 1)

Den Schweizercup erstmals gewonnen,
das Wettkampfglück ihnen gesonnen,
siebenmal sie dann getroffen,
es ist wirklich gut geloffen.

Aggressiv war halt ihr Spiel,
sie getrauten sich gar viel,
den jungen Damen in schwarz-grün
war der Fussballgott ganz grün.

Es gratuliert, und zwar gehörig,
dem FC Neunkirch auch der Dörig,
und er beschwört die guten Geister,
dass es auch reicht zum Schweizermeister.

28.05.2017 – Peter Dörig

Der heisse Tanz um den Pokal

Wie schon letzte Saison trifft der FC Neunkirch im Cupfinal vom Samstag auf den FC Zürich.

Ein Jahr ist vergangen, seit sich der FC Neunkirch definitiv Bewusstsein der Sportinteressierten katapultiert hat. Am 16. Mai 2016 spielte er im Cupfinal gegen den FC Zürich, war über weite Strecken die bessere Mannschaft – und verlor trotzdem. Mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck reiste er damals aus Biel zurück. Dieses Szenario soll sich am Samstag an gleicher Stätte (Tissot-Arena, 17.30 Uhr und live auf SRF zwei) möglichst nicht wiederholen. Dann sehen sich die beiden Rivalen erneut im Endspiel – ohne eindeutige Rollenverteilung. Es könnte ein heisser Tanz um den Pokal werden. Beide Teams drückten der bisherigen Saison ihren Stempel auf, machen den Meistertitel in den letzten beiden Runden von nächster Woche unter sich aus.
Nur konnte der FCZ seit dem letzten Cupfinal nie mehr gegen den FCN gewinnen. Erst resultierte ein 2:2-Unentschieden in der Finalrunde des Championats 2015/2016. Dann gelang Neunkirch am 1. Oktober 2016 der erste Sieg gegen Zürich überhaupt – ein 2:0-Erfolg auf dem Heerenschürli. Und in den beiden seither ausgetragenen Begegnungen trennten sich die Kontrahenten jeweils mit einer 1:1-Punkteteilung. Letztmals am Wochenende im Schaffhauser Lipo-Park. Frei von (Verletzungs)-Sorgen sind indes beide nicht. Vor allem der FCN musste seit letztem Sommer immer wieder mit einem arg dezimierten Kader antreten, liess sich aber nie gross darüber aus, konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Der Vizemeister machte aus der Not eine Tugend. Die Statistik zählt in dieser Saison nur eine einzige Niederlage aus 26 Pflichtspielen.
Auf dem Weg in den Cupfinal reihte er fünf Siege aneinander: 15:0 gegen Wittenbach (2. Liga), 5:1 gegen Schlieren und 13:0 gegen Aïre-le-Lignon (beide NLB), 5:1 gegen Lugano sowie 2:1 gegen die YB-Frauen (beide NLA). Unisono eindeutige Verdikte – mit Ausnahme des Halbfinals in Bern. Diesen entschied der FCN im April mit dem letzten Angriff in der Nachspielzeit für sich. Am Ostermontag reisten die Fans aus dem Klettgau individuell in die Hauptstadt. Anders nun am verlängerten Auffahrtswochende: Wie beim Endspiel 2016 fährt ein Car mit Anhängern nach Biel. Sie freuen sich auf einen spannenden Match, auf einen weiteren Auftritt im Rampenlicht. Und hoffen darauf, dass Neunkirch dieses Mal das bessere Ende für sich behält.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Ein offenes Meisterschaftsrennen

NLA-Leader FC Neunkirch und Verfolger FC Zürich trennten sich im Spitzenkampf erneut mit einem 1:1-Unentschieden.

Die Neunkircherinnen Amelia Pietrangelo (links) und Captain Alyssa Lagonia (hinten) im Kampf mit der Zürcherin Sandrine Mauron. Bild Roger Albrecht

Ihr 24. Meisterschaftstor war vielleicht das wichtigste. Nach 54 Minuten brachte Valentina Bergamaschi den FC Neunkirch in Führung – und riss damit die meisten der 535 Zuschauer im Lipo-Park von den Sitzen. Die Italienerin stand im Strafraum goldrichtig, köpfte die Flanke ein, schloss den Konter gegen den FC Zürich erfolgreich ab. Sie lancierte einen Match, der sich in der ersten Halbzeit vor allem zwischen den Strafräumen zugetragen hatte. Das widerspiegelte die immense Bedeutung dieses Spitzenkampfes. Sicherheit statt Spektakel, Vorsicht statt Risiko. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Für ein Ausrufezeichen sorgte in der Anfangsphase der FCN – namentlich Lucia Ondrusova. Ihre Flanke wurde zum Torschuss und landete am Innenpfosten. Und damit setzte sie ein erstes Ausrufezeichen hinter die in Schaffhausen stattfindende Partie.

Eine, die unscheinbar begann und spektakulär endete. Denn nach Bergamaschis Treffer stellte sich die Frage, wie wertvoll dieser tatsächlich war. Wie kam Neunkirch mit dem Fünf-Punkte-Vorsprung in der virtuellen Tabelle zurecht? Verlieh er dem Leader weiteren Auftrieb? Und vor allem: Wie reagierte Zürich? Mit Vehemenz – um eine kurze Antwort zu benennen. Die Zeit lief zwar für den FCN, aber so lange es nur 1:0 stand, war der Vorsprung nicht komfortabel genug. Zurücklehnen konnte er sich nicht. Genauso wenig wie das das Publikum im weiten Rund. Dessen Nerven wurde im Fortgang der Begegnung arg strapaziert. Durchatmen konnte nun niemand mehr – weder auf dem Rasen, noch auf den Rängen. Und wer kurz zum Sitznachbarn schaute, drohte Entscheidendes zu verpassen. Es war die Zeit des Bangens, des Hoffens, des Nägelkauens. Vor allem für Neunkirchs Fans, deren Blick immer wieder zur Anzeigetafel glitt.

Sie sahen, wie ihre Mannschaft mehr und mehr eingeschnürt wurde. Das Geschehen verlagerte sich zusehends, fand nur noch in der Platzhälfte des FCN statt. Ausser der FCZ-Torhüterin Seraina Friedli waren alle Spielerinnen dort anzutreffen. Intensität und Thrill nahmen weiter zu. Und obwohl Zürich deutlich mehr Ballbesitz hatte, kam es nicht zum Ausgleich. Mehrfach hielt Maria Korenciova in Neunkirchs Tor – bis zur 83. Minute. Dann war sie gegen Riana Fischers Penalty machtlos, obwohl sie die richtige Ecke ahnte. Dem Elfmeter war die wohl umstrittenste Szene des Spiels vorausgegangen. Im Zweikampf mit Lucia Harsanyova war Zürichs Stürmerin Fabienne Humm im Strafraum zu Boden gegangen. Die Folge: Ein Pfiff – und die gelb-rote Karte gegen die vorbelastete Innenverteidigerin des FCN.

Zu zehnt sehnte Neunkirch den Schlusspfiff der mitunter ruppig geführten Affiche herbei. Nach langer Nachspielzeit wurden die Akteurinnen schliesslich erlöst. „Gegen Zürich sind es immer harte und enge Partien“, meinte Abwehrspielerin Monica Mendes. Ihre Kolleginnen und sie haben nie aufgegeben, sagte sie: „Das liegt uns im Blut.“ Trainer Hasan Dracic zeigte sich am Ende des Abends zufrieden. „Das 1:1 ist das richtige Resultat“, erklärte er bei der Analyse. Als Wehrmutstropfen bezeichnete er den verletzungsbedingen Ausfall von Mittelfeldstrategin Sandy Maendly. Wie schnell sie wieder fit ist, wird sich zeigen. Zwei Runden vor Schluss ist das Meisterschaftsrennen nach wie vor offen – bei weiterhin zwei Zählern Vorsprung für den FCN. Zum zweiten Mal innert sieben Wochen trennte er sich mit einem Unentschieden von Zürich. Am nächsten Samstag treffen beide Rivalen im Cupfinal aufeinander. Und dann wird es einen Sieger geben müssen.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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FCN – FCZ: Der Spitzenkampf findet erneut im Lipo-Park statt

Wie schon Anfang April findet das Spitzenspiel zwischen dem FC Neunkirch und dem FC Zürich im Lipo-Park statt. Anpfiff am Samstag ist um 20 Uhr. Dass erneut Schaffhausen der Austragungsort ist, hat verschiedene Gründe. «Der Platz in Neunkirch ist suboptimal für einen solchen Anlass», sagt Thomas Wildberger, Mitglied der Gönnervereinigung der FCN-Frauen. Diese stellt sicher, dass die laufende Saison zu Ende gespielt werden kann. Dieses Engagement umfasst auch die Begegnung in der neuen Arena im Herblingertal. «Wir wollen faire Wettkampfbedingungen für alle», betont Wildberger. Er sieht die Affiche auf dem Kunstrasen als gute Basis für den auf nächste Woche angesetzten Cupfinal. Denn am 27. Mai trifft der FCN in Biel wiederum auf den FCZ.
Vorerst richtet sich der Fokus allerdings auf die Meisterschaft: Zwei Punkte beträgt Neunkirchs Vorsprung drei Runden vor Schluss auf den FCZ. Gewinnt der Leader, sind es fünf. Verliert er hingegen, zieht Zürich an ihm vorbei – notabene erstmals im laufenden Championat. Die Bedeutung der Partie steht ausser Frage, dementsprechend hofft das Team auf lautstarken Support. «Für die Zuschauer wird das Spiel in diesem schönen Stadion sicherlich ein einmaliges Erlebnis», ist Thomas Wildberger überzeugt. Als Eintrittspreis wurde ein Betrag von fünf Franken festgesetzt. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auf der Homepage des FCN (www.fcneunkirch.ch) für die Fan-Carfahrt zum Cupfinal eintragen. Die Anmeldefrist läuft bis Dienstag, 23. Mai.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Die Frau für die wichtigen Tore

Lucia Ondrusova, die Slowakin beim FC Neunkirch, sorgt nach langer Verletzungspause beim NLA-Leader offensiv wieder für Furore.

Es ist eine Geschichte, die aus der Feder eines Telenovela-Autors hätte stammen können. Ort des Geschehens ist der Kunstrasenplatz Wyler in Bern. Dort ist am 17. April der Cup-Halbfinal zwischen den YB-Frauen und dem FC Neunkirch angesetzt. Die Hauptdarstellerin heisst Lucia Ondrusova. Nach ihrem verheilten Kreuzbandriss feiert sie in ein fulminantes Comeback. Sie wird in der 70. Minute eingewechselt – und erzielt in der Nachspielzeit den 2:1-Siegestreffer. Grössere Glücksgefühle sind kaum möglich. Vor allem nicht für jemanden, der acht Monate verletzungsbedingt pausieren musste. «Ich fühle mich super», sagt sie heute. Zum Gespräch beim Sportplatz Randenblick kommt sie mit dem Fahrrad. Ondrusova ist im FCN die Frau für die wichtigen Tore. Schon vor einem Jahr hatte sie das unter Beweis gestellt – auch damals in einem Cup-Halbfinal.

Mit zwei Treffern war sie in Basel massgeblich an Neunkirchs erstmaligem Einzug ins Endspiel beteiligt. Ondrusova mag die Partien, in denen es um alles oder nichts geht. Um Sein oder Nichtsein. «Deswegen spiele ich Fussball», erzählt die Slowakin. Und genau jetzt steht wieder ein solcher Schlager an. Genauer gesagt sogar deren zwei. Beide Male trifft der FCN auf Zürich. Zuerst in der NLA-Finalrunde, dann eine Woche später im Cupfinal. Seit Saisonbeginn führt Neunkirch die NLA-Tabelle an. Sie hoffe und glaube, dass das Team den ersten Platz verteidigen könne, sagt Lucia Ondrusova. Der FCZ verspüre einen grösseren Druck, ist sie sicher. Ob sie die gesamten 90 Minuten durchspielen kann, wird sich zeigen. Die Affiche fordert allen ein hohes Mass an Laufbereitschaft ab – das steht schon jetzt fest. Nach einigen Teileinsätzen absolvierte Ondrusova beim 5:0-Sieg gegen Luzern erstmals wieder eine komplette Partie.

«In den letzten zehn Minuten war ich fertig», erinnert sich die Mittelfeldspielerin ans vergangene Wochenende. Sie spürt in solchen Momenten die Nachwirkungen ihrer langen Pause. Nichtsdestotrotz ist die slowakische Internationale eine, die offensive Akzente setzt. Lucia Ondrusova ist zweikampfstark, ballsicher und sorgt für Torgefahr. Fussball geht für die ausgebildete Lehrerin Hand in Hand mit Leidenschaft. Steht sie auf dem Rasen, vergisst sie alles. Sie selbst spricht sogar von einer Art «Medikament». Nur konnte sie während ihres dritten Jahres in Neunkirch selten daran nippen. Der im August gegen Basel erlittene Kreuzbandriss zwang sie in die undankbare Rolle der Zuschauerin. Und trotzdem sagt Ondrusova: «Es war eine gute Erfahrung für mein ganzes Leben.» Auf dem langen Weg zurück setzte sie sich kleine Etappenziele. Das Gehen ohne Krücken etwa – oder später das Joggen.

Aus dem Umfeld des FCN, vom Staff und ihren Teamkollegen erfuhr sie in dieser Zeit grosse Unterstützung. Sowieso ist Lucia Ondrusova der kollektive Ansatz des Fussballs wichtig. «Alleine Sport treiben könnte ich nicht. Ich brauche Leute um mich herum», erklärt die fröhliche 29-Jährige. Wenn sie einen Ausgleich benötigt, singt sie gerne. Zu Hause in der guten Stube hat Ondrusova ein Mikrofon – und begleitet sich auf der Gitarre gleich selbst. Seit sie im Klettgau spielt, hat sie sich nicht nur fussballerisch weiterentwickelt. Fünf Sprachen beherrscht sie mittlerweile. Ein Aspekt, der ihr im internationalen Ensemble entgegenkommt. Noch immer liegt der Gewinn des Doubles für den FC Neunkirch im Bereich des Möglichen. Und vielleicht sorgt Lucia Ondrusova wieder für Stoff, der sich bestens als Hollywood-Ver­filmung eignen würde.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Überlegener 5:0-Sieg Neunkirchs

Zwei Partien in der Finalrunde, sechs Punkte, 9:0-Tore: Der FC Neunkirch legte binnen 96 Stunden zwei überzeugende Auftritt aufs Parkett. Nach dem geglückten Auftakt gegen die YB-Frauen doppelte der Leader am Samstag in Luzern nach – mit einem überlegenen 5:0-Sieg. In der 21. Minute eröffnete Sandy Maendly den Torreigen in der Zentralschweiz; drei ihrer Kolleginnen setzten diesen kurz vor und nach der Pause fort. Valentina Bergamaschi, Paula Serrano sowie die eingewechselte Amelia Pietrangelo erhöhten das Skore binnen dreier Zeigerumdrehungen. Und kurz vor dem Abpfiff war es wiederum Bergamaschi, die traf. Luzern, das am Mittwoch mit einer 0:2-Niederlage aus Basel zurückgereist war, blieb ohne Chance. Im dritten Direktduell der Saison verlor es zum dritten Mal.
Neunkirchs Trainer Hasan Dracic hinterliess anschliessend einen zufriedenen Eindruck: „Wir haben guten Fussball gespielt, den Ball laufen gelassen und das Spiel kontrolliert“, sagte er. Mittlerweile hat der FCN wieder eine kleine Serie lanciert; wettbewerbsübergreifend reihte er in den vergangenen Wochen fünf Siege aneinander. Der letzte Punktverlust datiert vom 1. April – und dem 1:1-Unentschieden gegen Zürich. Und gegen den FCZ kommt es in der nächsten Runde zum Gipfeltreffen im Schaffhauser Lipo-Park. In der Begegnung gegen Basel resultierte ein knapper 1:0-Erfolg für den Meister – dank eines frühen Treffers von Nationalspielerin Fabienne Humm. Neunkirchs Vorsprung auf Zürich beträgt nach wie vor zwei Zähler.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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WER WIRD SCHWEIZER MEISTER 2016/17?

Vollends geglückter Finalrundenstart

Nachdem Zürich gegen Lugano vorgelegt hatte, zog der FC Neunkirch gestern Abend nach. Er hinterliess nie Zweifel, dass er den Match gegen die Young Boys gewinnen wollte. Und so holte er sich die kurzzeitig an den FCZ abgegebene Leaderposition wieder zurück. Die Art und Weise wie der FCN das bewerkstelligte, war beeindruckend. Nach einem verhaltenen Beginn fand er schliesslich das Gaspedal – und drückte dieses bis zum Schlusspfiff durch. Deswegen fand die Bernerinnen kaum eine Möglichkeit, geordnet aufzubauen. Sie suchten ihr Heil in Kontern, lancierten vor allem die schnelle Stürmerin Alisha Lehmann. Einige Zeit konnten sie damit einen Hauch von Gefahr erzeugen.

Treibende Kraft im FCN-Angriff war gegen YB mit zwei Toren das Geburtstagskind Lucia Ondrusova (10). Bild: Reinhard Standke

Aber mit der Zeit bremste sie Neunkirch aus, so dass sie kaum mehr über die Mittellinie kamen. Handkehrum häuften sich die Möglichkeiten der Gastgeberinnen. Lucia Ondrusova war es schliesslich, die nach einer knappen halben Stunde die Führung erzielte. Nach langer Verletzungspause und Teileinsätzen überzeugte sie bei ihrem Startelfdebüt. Sie stand goldrichtig und verwertete eine Hereingabe ohne Umschweife. Ondrusova zeigte sich als steter Gefahrenherd für die Gästedefensive. „Nach dem 1:0 haben wir das Spiel dominiert“, fand die Slowakin. Sie festigte ihren Ruf als „YB-Spezialistin“ im Verlauf der Begegnung mit ihrem zweiten Treffer. Dreimal stand sie gegen diesen Gegner im Championat 2016/2017 auf dem Feld – und erzielte dabei sechs Tore.
Dass Lucia Ondrusova beim gestrigen 4:0-Sieg auch noch Geburtstag feierte, versüsste die ganze Geschichte natürlich. Den vollends geglückten Finalauftakt allein an ihr festzumachen, wäre indes nicht korrekt. Neunkrichs Ensemble bestach durch Einsatz, Leidenschaft und Spielwitz – ein zahlreichen Belangen bestechender Auftritt. Trainer Hasan Dracic zeigte sich vor allem von der zweiten Halbzeit angetan, relativierte aber: „Am Anfang hatten wir zu viele Ballverluste.“ Nun gelte es, in den nächsten Tagen gut zu trainieren. Nächste Etappe für den FCN-Express ist am Samstag Luzern. Gewinnt er dort ebenso, lebt der Traum vom Meistertitel weiter. Übernächster Gegner sind dann nämlich die FCZ-Frauen – der Showdown geht wie schon jener von Anfang April (1:1) am 20. Mai im Lipo-Park in Szene.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Die Wochen der Entscheidung

Den FC Neunkirch erwartet bis zum 3. Juni eine intensive Zeit. Sechs Begegnungen sind bis dahin angesetzt. Der Cupfinal gegen Zürich am 27. Mai – und fünf weitere in der Finalrunde, mit der die Meisterschaft fortgesetzt wird. Für den Leader aus dem Klettgau beginnt diese heute Abend (Randenblick, 19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Young Boys. Die Bernerinnen sind die einzigen, die dem FCN im laufenden Championat überhaupt eine Niederlage zufügen konnten. Am 12. März gelang ihnen in der Hauptstadt ein denkbar knapper 1:0-Erfolg. Doch dafür rehabilitierte sich Neunkirch rund einen Monat später an gleicher Stätte – mit einem 2:1-Sieg im Halbfinal des Pokalwettbewerbs. Die YB-Frauen sind aufsässiger, stets gut eingestellter Widersacher, der im Saisonverlauf diverse Male auf sich aufmerksam machte.
Sie werden bemüht sein, die Rolle des Spielverderbers zu übernehmen. Genauso wie Lugano, Luzern oder Basel. Deren Rückstand auf das Spitzenduo aus Neunkirch und Zürich ist wohl zu gross. Sämtliche Teams nehmen ihre bereits errungenen Punkte mit. In den Wochen der Entscheidung kann das Fluch und Segen zugleich sein Die Ausgangslage ist nicht komfortabel genug, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen. „Das Programm ist happig“, blickt FCN-Präsident Reto Baumer voraus. Er sagt: „Es sind unglaublich viele Partien in kurzer Zeit. Mit unserem schmalen Kader ist das die grösste Herausforderung.“ Wahre Worte, die Baumer gelassen ausspricht. Zuletzt häuften sich Ausfälle und Verletzungen in Neunkirchs Ensemble. Zu verstecken braucht sich dieses aber nicht – davon zeugen zwei Personalien. Einerseits die Abwehr und hinter ihr die Torhüterin Maria „Majka“ Korenciova, die nur neunmal bezwungen wurde.
Andererseits die durchaus variable ausgelegte Offensive: Mit Valentina Bergamaschi (20 Saisontreffer) figuriert die beste NLA-Torschützin in Neunkirchs Diensten. Zwei Partien ragen bis Anfang Juni heraus – beide gegen Double-Gewinner FC Zürich. In der Liga empfängt der FCN den FCZ am 20. Mai erneut im Schaffhauser Lipo-Park – anstelle des idyllisch gelegenen eigenen Sportplatzes im Städtchen. Und im Cup-Final treffen die beiden grossen Konkurrenten eine Woche später in Biel aufeinander. Für Spannung ist so zweifelsohne gesorgt – auch abseits des grünen Rasens. Dort stellt sich die Frage, wie es mit Neunkirchs Frauen über die Saison hinaus weitergeht. Sie seien dran, erklärt Präsident Reto Baumer und fügt an: „Momentan kann ich noch keine Aussage machen.“

Spielplan NLA-Finalrunde: 10.5. Neunkirch – Young Boys, 13.5. Luzern – Neunkirch, 20.5. Neunkirch – Zürich, 31.5. Basel – Neunkirch, 3.6. Neunkirch – Lugano. – Cupfinal am 27.5. in Biel: Zürich – Neunkirch.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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