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31.05.2017 20:30

Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

Keine anstehenden Spiele in der näheren Zukunft

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Stimmen zum Spiel und zum Cupsieg

Egal, mit wem man nach dem Cupsieg sprach, zwei Punkte wurden stets hervorgehoben: einerseits die starke Leistung des Kollektivs, mit der Neunkirch den FC Zürich niedergerungen hatte, und andererseits das nächste Ziel, auf das sich der FCN nun fokussiert. Dieses heisst Meistertitel. Spätestens nächsten Samstag werden die Würfel im NLA-Spielbetrieb fallen. Vorerst geht es jedoch darum, den Moment zu geniessen. «Wir haben bis zum Schluss immer positiv gedacht», sagte Captain Alyssa Lagonia nach dem Spielende. Sie stand auf dem Rasen der Bieler Tissot-Arena und liess den Match Revue passieren. Zürich sei ein starker Gegner gewesen, betonte sie und schob nach: «Aber wir wollten unbedingt gewinnen.»

Vier Freundinnen und die Trophäe: (von links) Sandy Maendly, Paula Serrano, Martina Capelli und Valentina Bergamaschi vor dem FCN-Fanblock im Bieler Stadion. Bild: Pascal Oesch

Von einem «extrem schönen Gefühl» sprach die Torhüterin Maria Korenciova. Sie habe sich beim gehaltenen Elfmeter auf ihre Intuition verlassen, erklärte sie. «Das Wichtigste war aber, dass wir geschossen haben, ohne Nerven zu zeigen», sagte Korenciova. Sie war während der Begegnung immer wieder von Krämpfen geplagt, sodass sie mit der Zeit die Abstösse nicht mehr selbst ausführen konnte. Die FCN-Torhüterin blickt indes bereits vorwärts: «Eines von zwei Zielen ist geschafft. Am Mittwoch erwartet uns das nächste schwierige Spiel.» Für Pa­tricia Hmirova, Schützin des siegbringenden Penaltys, lag dem Triumph die Arbeit des ganzen Teams zugrunde. Ihren Beitrag wollte die Mittelfeldspielerin nicht überbewerten. «Ich wollte ein Tor machen. Das war super für mich», sagte sie während der ersten Feierlichkeiten in den Katakomben des Stadions. Diese wurden nach der Rückkehr in Neunkirch fortgesetzt: zuerst beim Empfang im Restaurant «Gmaandhuus 8213», dann im Festzelt des Turnfestes.

Die Siegesfeier: Lucia Harsanyova (mit Pokal und Mikrofon) profiliert sich auf der
Bühne des Turnfestzeltes in Neunkirch als Cupsieger-Vorsängerin. Bild: Pascal Oesch

Dort zeigte die Verteidigerin Lucia Harsanyova Entertainerqualitäten – und intonierte lauthals Andreas Bouranis «Auf uns». Übertreiben wollten es ihre Kolleginnen und sie angesichts der englischen Woche allerdings nicht. «Ein wenig Party machen ist heute erlaubt», wie es Captain Lagonia formulierte. «Zu Einsatz und Leistung kann ich der Mannschaft nur gratulieren», betonte Trainer Hasan Dracic. Und Teammanager Heinz Rähmi sagte: «Ich gönne es den Spielerinnen von ganzem Herzen.» Für Beat Stolz, den Sportchef und langjährigen Macher, überwog am Ende eines grossen Tages die Freude am Sieg. «Dahinter steckt viel Arbeit, die über Jahre geleistet wurde. Wenn man so etwas erleben kann, ist das sensationell», fand er und erzählte, dass er von Anfang an mit einem Penaltyschiessen gerechnet habe. In der Stunde des Sieges betonte er aber auch: «Wir haben heute Glück gehabt.»

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Grosses Happy End im Penaltyschiessen

Die Frauen des FC Neunkirch entthronten den FC Zürich als Cupsieger. Sie entschieden den Elfmeter-Krimi im Final dank eines 8:7-Sieges für sich

Patricia Hmirova war es schliesslich, die den FCN ins Glück schoss. Sie verwandelte den insgesamt 14. Elfmeter souverän und setzte den Schlusspunkt hinter eine dramatische Partie. Eine, die über weite Strecken von der Spannung lebte. Und eine, die den Spielerinnen bei hochsommerlichen Bedingungen alles abverlangte. Der Cupfinal erzählte unendlich viele Geschichten; Geschichten von Mut und Zuversicht, von Wut und Verzweiflung. Lesley Ramseier schrieb eine davon. Die junge FCZ-Mittel- feldspielerin war die einzige, die im nervenaufreibenden Penalty-Thriller nicht traf. Ihr Versuch wurde von Neunkirchs Torhüterin Maria Korenciova pariert. Damit machte sie die Bahn frei für Hmirova – und das anschliessende grosse Happy End. Diese hatte danach sogar noch genügend Energie, um den 8:7-Siegestreffer mit einem Salto zu feiern. Und just als sie ihn vollendet hatte, stürmten schon ihre Teamkolleginnen auf sie zu.

Moment der Entscheidung: Keeperin Maria Korenciova pariert den Penalty von Lesley Ramseier – und wird gleich von den heranstürmenden Mitspielerinnen gefeiert. Bild: Key

Was folgte, waren die üblichen Ingredienzen eines solches Endspiels: Ehrungen von Siegern und Verlierern, Medaillenübergabe und schliesslich die Aushändigung des Pokals an den FC Neunkirch. Um 20.25 Uhr stemmten Alyssa Lagonia und Lucia Ondrusova die Trophäe in den Bieler Abendhimmel – begleitet vom Chorus der mitgereisten Fans. Rund 120 Anhänger waren ins Berner Seeland gereist, individuell oder im eigens gecharterten Car. Kaum war der Cup an den FCN überreicht, stürmten die Akteurinnen Richtung Publikum. Jubel, Trubel, Heiterkeit allenthalben. Aber bei den Klängen des ewigen Queen-Gassenhauers «We Are the Champions» ging fast vergessen, dass diesem historischen Erfolg ein hartes Stück Arbeit zugrunde lag. 120 Minuten lang hatten sich Zürich und Neunkirch nichts geschenkt; zahlreiche kleine Fouls in der mitunter aggressiv geführten Affiche zeugten davon. Doch bekanntermassen sieht Qualität nicht immer schön aus.

Zürich spielte gepflegter und leichtfüssiger als der Gegner. Dass der Koloss der letzten Jahre dennoch scheiterte, lag an seiner Chancenauswertung. Vor allem Sanni Franssi verpasste kurz nach dem Seitenwechsel auf fahrlässige Art und Weise einen Treffer: Sie entschied sich für einen Abschlussversuch, obwohl Sandrine Mauron auf Höhe des Elfmeterpunktes freistand. Und auch im ersten Durchgang musste der FCN einen bangen Moment überstehen, als Malin Guts Kopfball vom Pfosten ins Feld zurückprallte. Neunkirch hingegen ging mit seiner ersten Möglichkeit in Führung. Unmittelbar vor dem Pausen- pfiff war es Valentina Bergamaschi, die von der FCZ-Abwehr sträflich ver- gessen wurde. Dass sie mit einer Referenz von 24 Meisterschaftstreffern nach Biel gekommen war, schien bei Zürich niemand zur Kenntnis genommen zu haben.

Bergamaschi schloss nach einer mustergültigen Vorlage Amelia Pietrangelos erfolgreich ab. Das Tor war aber ein Spiegelbild davon, warum der FCN die Oberhand behielt. Bevor das 1:0 fiel, waren nicht weniger als fünf Klettgauer Akteurinnen involviert. Ballrückeroberung, Vorlage, Dribbling, Querpass – und Schuss. Der FCN verdiente sich diesen Cupsieg mit einer aufopfernden Mannschaftsleistung und steckte alle Widrigkeiten weg. Darunter den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich Maurons nach einer Stunde. Oder die Verletzung von Mittelfeldmotor Sandy Maendly, die nicht spielen konnte. Für sie sprangen andere in die Bresche. Deshalb wäre es falsch, den Triumph allein an jemandem festzumachen. Hmirova und Korenciova, die prägenden Figuren im Penaltyschiessen, böten sich zwar an. Aber schon zuvor hatte sich Neunkirch in einer strapaziösen Zusatzschlaufe namens Verlängerung mit vereinten Kräften gewehrt. Für den frisch gekürten Cupsieger geht es nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte umgehend weiter. Bereits am Mittwoch geht in Basel der Ligabetrieb weiter, ehe Neunkirch am Samstag sogar Meister werden kann.

Ein Kampfspiel im Cupfinal mit dem besseren Ende für Neunkirch: Hier tankt sich
Amelia Pietrangelo (r.) gegen die Zürcherin Rahel Moser durch. Bild: Key

Zürich – Neunkirch 1:1 (1:1, 0:1) n.V., Neunkirch 7:6-Sieger im Penaltyschiessen.- Biel. – 543 Zuschauer. – SR Schmölzer. – Tore: 45. Bergamaschi 0:1. 60. Mauron 1:1. – Penaltyschiessen: Stierli 1:0, Lagonia 1:1; Willi 2:1, Harsanyova 2:2; Humm 3:2, Mendes 3:3; Mauron 4:3, Balog 4:4; Fischer 5:4, Bell 5:5; Gut 6:5, Bergamaschi 6:6; Ramseier (gehalten), Hmirova 6:7. – FCN: Korenciova; Bunter (120. Bell), Harsanyova, Mendes, Zigic; Bergamaschi, Serrano, Ondrusova (88. Balog), Hmirova; Pietrangelo (71. Baumann), Lagonia. – Bemerkungen: 30. Kopfball von Gut (Zürich) an den Pfosten.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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FC Neunkirch gewinnt den Cup nach einem echten Krimi

So sehen strahlende Siegerinnen aus: Die Frauen des FC Neunkirch feiern ihren Erfolg im Schweizer Cup ausgiebig. Gegen den FC Zürich mussten sie aber ordentlich kämpfen – erst im Penaltyschiessen gelang der umjubelte Triumph.

Bild: Key

Der erste Titel der Vereinsgeschichte ist perfekt. Nach spannenden 120 Minuten gewinnt der FC Neunkirch den Schweizer Cup in einem dramatischen Penaltyschiessen.

Auf der einen Seite der grenzenlose Jubel. Auf der anderen Seite die bittere Enttäuschung. Der Cupfinal in der Tissot-Arena spiegelte mal wieder eindrücklich die grossen Emotionen im Sport wider. Nach 120 Minuten stand es zwischen dem FC Neunkirch und dem FC Zürich 1:1. Das Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Und auch da präsentierten alle Spielerinnen Nerven aus Stahl – bis die Zürcherin Lesley Ramseier als 13. Schützin zum Punkt schritt und an Neunkirch-Goalie Maria Korenciova scheiterte. Die Bahn war frei für Patricia Hmirova, die sicher verwandelte und das FCN-Team mitsamt seinem Fantross in ein Meer aus Freude und Glück schoss. Mussten sich die Neunkircherinnen im vergangenen Jahr noch trotz einer engagierten Leistung dem FCZ im Cupfinal geschlagen geben, hatten sie bei der Revanche nun das bessere Ende für sich. Er habe schon vorher geahnt, dass es ins Penaltyschiessen gehen würde, outete sich Beat Stolz als Orakel. Doch auch der FCN-Sportchef musste bei aller Freude zugeben: «Wir haben heute Glück gehabt.» Denn im gesamten Spiel, inklusive Verlängerung, präsentierte sich der FCZ als spiel- und formstarker Gegner. Umso grösser ist die Genugtuung, den historischen Cupsieg eingefahren zu haben. «Wir haben bis zum Schluss immer positiv gedacht», offenbarte Captain Alyssa Lagonia das nicht immer so einfach umzusetzende Erfolgsrezept. Doch nach dem Sieg ist vor dem Traumziel. In den kommenden beiden Ligapartien hat Neunkirch nun noch die Chance, den Meistertitel – und damit das Double – zu holen.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Tobias Erlemann)

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Neunkirch – Zürich 8 zu 7 (1 zu 1)

Den Schweizercup erstmals gewonnen,
das Wettkampfglück ihnen gesonnen,
siebenmal sie dann getroffen,
es ist wirklich gut geloffen.

Aggressiv war halt ihr Spiel,
sie getrauten sich gar viel,
den jungen Damen in schwarz-grün
war der Fussballgott ganz grün.

Es gratuliert, und zwar gehörig,
dem FC Neunkirch auch der Dörig,
und er beschwört die guten Geister,
dass es auch reicht zum Schweizermeister.

28.05.2017 – Peter Dörig

Der heisse Tanz um den Pokal

Wie schon letzte Saison trifft der FC Neunkirch im Cupfinal vom Samstag auf den FC Zürich.

Ein Jahr ist vergangen, seit sich der FC Neunkirch definitiv Bewusstsein der Sportinteressierten katapultiert hat. Am 16. Mai 2016 spielte er im Cupfinal gegen den FC Zürich, war über weite Strecken die bessere Mannschaft – und verlor trotzdem. Mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck reiste er damals aus Biel zurück. Dieses Szenario soll sich am Samstag an gleicher Stätte (Tissot-Arena, 17.30 Uhr und live auf SRF zwei) möglichst nicht wiederholen. Dann sehen sich die beiden Rivalen erneut im Endspiel – ohne eindeutige Rollenverteilung. Es könnte ein heisser Tanz um den Pokal werden. Beide Teams drückten der bisherigen Saison ihren Stempel auf, machen den Meistertitel in den letzten beiden Runden von nächster Woche unter sich aus.
Nur konnte der FCZ seit dem letzten Cupfinal nie mehr gegen den FCN gewinnen. Erst resultierte ein 2:2-Unentschieden in der Finalrunde des Championats 2015/2016. Dann gelang Neunkirch am 1. Oktober 2016 der erste Sieg gegen Zürich überhaupt – ein 2:0-Erfolg auf dem Heerenschürli. Und in den beiden seither ausgetragenen Begegnungen trennten sich die Kontrahenten jeweils mit einer 1:1-Punkteteilung. Letztmals am Wochenende im Schaffhauser Lipo-Park. Frei von (Verletzungs)-Sorgen sind indes beide nicht. Vor allem der FCN musste seit letztem Sommer immer wieder mit einem arg dezimierten Kader antreten, liess sich aber nie gross darüber aus, konzentrierte sich auf seine Aufgabe. Der Vizemeister machte aus der Not eine Tugend. Die Statistik zählt in dieser Saison nur eine einzige Niederlage aus 26 Pflichtspielen.
Auf dem Weg in den Cupfinal reihte er fünf Siege aneinander: 15:0 gegen Wittenbach (2. Liga), 5:1 gegen Schlieren und 13:0 gegen Aïre-le-Lignon (beide NLB), 5:1 gegen Lugano sowie 2:1 gegen die YB-Frauen (beide NLA). Unisono eindeutige Verdikte – mit Ausnahme des Halbfinals in Bern. Diesen entschied der FCN im April mit dem letzten Angriff in der Nachspielzeit für sich. Am Ostermontag reisten die Fans aus dem Klettgau individuell in die Hauptstadt. Anders nun am verlängerten Auffahrtswochende: Wie beim Endspiel 2016 fährt ein Car mit Anhängern nach Biel. Sie freuen sich auf einen spannenden Match, auf einen weiteren Auftritt im Rampenlicht. Und hoffen darauf, dass Neunkirch dieses Mal das bessere Ende für sich behält.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Ein offenes Meisterschaftsrennen

NLA-Leader FC Neunkirch und Verfolger FC Zürich trennten sich im Spitzenkampf erneut mit einem 1:1-Unentschieden.

Die Neunkircherinnen Amelia Pietrangelo (links) und Captain Alyssa Lagonia (hinten) im Kampf mit der Zürcherin Sandrine Mauron. Bild Roger Albrecht

Ihr 24. Meisterschaftstor war vielleicht das wichtigste. Nach 54 Minuten brachte Valentina Bergamaschi den FC Neunkirch in Führung – und riss damit die meisten der 535 Zuschauer im Lipo-Park von den Sitzen. Die Italienerin stand im Strafraum goldrichtig, köpfte die Flanke ein, schloss den Konter gegen den FC Zürich erfolgreich ab. Sie lancierte einen Match, der sich in der ersten Halbzeit vor allem zwischen den Strafräumen zugetragen hatte. Das widerspiegelte die immense Bedeutung dieses Spitzenkampfes. Sicherheit statt Spektakel, Vorsicht statt Risiko. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Für ein Ausrufezeichen sorgte in der Anfangsphase der FCN – namentlich Lucia Ondrusova. Ihre Flanke wurde zum Torschuss und landete am Innenpfosten. Und damit setzte sie ein erstes Ausrufezeichen hinter die in Schaffhausen stattfindende Partie.

Eine, die unscheinbar begann und spektakulär endete. Denn nach Bergamaschis Treffer stellte sich die Frage, wie wertvoll dieser tatsächlich war. Wie kam Neunkirch mit dem Fünf-Punkte-Vorsprung in der virtuellen Tabelle zurecht? Verlieh er dem Leader weiteren Auftrieb? Und vor allem: Wie reagierte Zürich? Mit Vehemenz – um eine kurze Antwort zu benennen. Die Zeit lief zwar für den FCN, aber so lange es nur 1:0 stand, war der Vorsprung nicht komfortabel genug. Zurücklehnen konnte er sich nicht. Genauso wenig wie das das Publikum im weiten Rund. Dessen Nerven wurde im Fortgang der Begegnung arg strapaziert. Durchatmen konnte nun niemand mehr – weder auf dem Rasen, noch auf den Rängen. Und wer kurz zum Sitznachbarn schaute, drohte Entscheidendes zu verpassen. Es war die Zeit des Bangens, des Hoffens, des Nägelkauens. Vor allem für Neunkirchs Fans, deren Blick immer wieder zur Anzeigetafel glitt.

Sie sahen, wie ihre Mannschaft mehr und mehr eingeschnürt wurde. Das Geschehen verlagerte sich zusehends, fand nur noch in der Platzhälfte des FCN statt. Ausser der FCZ-Torhüterin Seraina Friedli waren alle Spielerinnen dort anzutreffen. Intensität und Thrill nahmen weiter zu. Und obwohl Zürich deutlich mehr Ballbesitz hatte, kam es nicht zum Ausgleich. Mehrfach hielt Maria Korenciova in Neunkirchs Tor – bis zur 83. Minute. Dann war sie gegen Riana Fischers Penalty machtlos, obwohl sie die richtige Ecke ahnte. Dem Elfmeter war die wohl umstrittenste Szene des Spiels vorausgegangen. Im Zweikampf mit Lucia Harsanyova war Zürichs Stürmerin Fabienne Humm im Strafraum zu Boden gegangen. Die Folge: Ein Pfiff – und die gelb-rote Karte gegen die vorbelastete Innenverteidigerin des FCN.

Zu zehnt sehnte Neunkirch den Schlusspfiff der mitunter ruppig geführten Affiche herbei. Nach langer Nachspielzeit wurden die Akteurinnen schliesslich erlöst. „Gegen Zürich sind es immer harte und enge Partien“, meinte Abwehrspielerin Monica Mendes. Ihre Kolleginnen und sie haben nie aufgegeben, sagte sie: „Das liegt uns im Blut.“ Trainer Hasan Dracic zeigte sich am Ende des Abends zufrieden. „Das 1:1 ist das richtige Resultat“, erklärte er bei der Analyse. Als Wehrmutstropfen bezeichnete er den verletzungsbedingen Ausfall von Mittelfeldstrategin Sandy Maendly. Wie schnell sie wieder fit ist, wird sich zeigen. Zwei Runden vor Schluss ist das Meisterschaftsrennen nach wie vor offen – bei weiterhin zwei Zählern Vorsprung für den FCN. Zum zweiten Mal innert sieben Wochen trennte er sich mit einem Unentschieden von Zürich. Am nächsten Samstag treffen beide Rivalen im Cupfinal aufeinander. Und dann wird es einen Sieger geben müssen.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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FCN – FCZ: Der Spitzenkampf findet erneut im Lipo-Park statt

Wie schon Anfang April findet das Spitzenspiel zwischen dem FC Neunkirch und dem FC Zürich im Lipo-Park statt. Anpfiff am Samstag ist um 20 Uhr. Dass erneut Schaffhausen der Austragungsort ist, hat verschiedene Gründe. «Der Platz in Neunkirch ist suboptimal für einen solchen Anlass», sagt Thomas Wildberger, Mitglied der Gönnervereinigung der FCN-Frauen. Diese stellt sicher, dass die laufende Saison zu Ende gespielt werden kann. Dieses Engagement umfasst auch die Begegnung in der neuen Arena im Herblingertal. «Wir wollen faire Wettkampfbedingungen für alle», betont Wildberger. Er sieht die Affiche auf dem Kunstrasen als gute Basis für den auf nächste Woche angesetzten Cupfinal. Denn am 27. Mai trifft der FCN in Biel wiederum auf den FCZ.
Vorerst richtet sich der Fokus allerdings auf die Meisterschaft: Zwei Punkte beträgt Neunkirchs Vorsprung drei Runden vor Schluss auf den FCZ. Gewinnt der Leader, sind es fünf. Verliert er hingegen, zieht Zürich an ihm vorbei – notabene erstmals im laufenden Championat. Die Bedeutung der Partie steht ausser Frage, dementsprechend hofft das Team auf lautstarken Support. «Für die Zuschauer wird das Spiel in diesem schönen Stadion sicherlich ein einmaliges Erlebnis», ist Thomas Wildberger überzeugt. Als Eintrittspreis wurde ein Betrag von fünf Franken festgesetzt. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auf der Homepage des FCN (www.fcneunkirch.ch) für die Fan-Carfahrt zum Cupfinal eintragen. Die Anmeldefrist läuft bis Dienstag, 23. Mai.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Die Frau für die wichtigen Tore

Lucia Ondrusova, die Slowakin beim FC Neunkirch, sorgt nach langer Verletzungspause beim NLA-Leader offensiv wieder für Furore.

Es ist eine Geschichte, die aus der Feder eines Telenovela-Autors hätte stammen können. Ort des Geschehens ist der Kunstrasenplatz Wyler in Bern. Dort ist am 17. April der Cup-Halbfinal zwischen den YB-Frauen und dem FC Neunkirch angesetzt. Die Hauptdarstellerin heisst Lucia Ondrusova. Nach ihrem verheilten Kreuzbandriss feiert sie in ein fulminantes Comeback. Sie wird in der 70. Minute eingewechselt – und erzielt in der Nachspielzeit den 2:1-Siegestreffer. Grössere Glücksgefühle sind kaum möglich. Vor allem nicht für jemanden, der acht Monate verletzungsbedingt pausieren musste. «Ich fühle mich super», sagt sie heute. Zum Gespräch beim Sportplatz Randenblick kommt sie mit dem Fahrrad. Ondrusova ist im FCN die Frau für die wichtigen Tore. Schon vor einem Jahr hatte sie das unter Beweis gestellt – auch damals in einem Cup-Halbfinal.

Mit zwei Treffern war sie in Basel massgeblich an Neunkirchs erstmaligem Einzug ins Endspiel beteiligt. Ondrusova mag die Partien, in denen es um alles oder nichts geht. Um Sein oder Nichtsein. «Deswegen spiele ich Fussball», erzählt die Slowakin. Und genau jetzt steht wieder ein solcher Schlager an. Genauer gesagt sogar deren zwei. Beide Male trifft der FCN auf Zürich. Zuerst in der NLA-Finalrunde, dann eine Woche später im Cupfinal. Seit Saisonbeginn führt Neunkirch die NLA-Tabelle an. Sie hoffe und glaube, dass das Team den ersten Platz verteidigen könne, sagt Lucia Ondrusova. Der FCZ verspüre einen grösseren Druck, ist sie sicher. Ob sie die gesamten 90 Minuten durchspielen kann, wird sich zeigen. Die Affiche fordert allen ein hohes Mass an Laufbereitschaft ab – das steht schon jetzt fest. Nach einigen Teileinsätzen absolvierte Ondrusova beim 5:0-Sieg gegen Luzern erstmals wieder eine komplette Partie.

«In den letzten zehn Minuten war ich fertig», erinnert sich die Mittelfeldspielerin ans vergangene Wochenende. Sie spürt in solchen Momenten die Nachwirkungen ihrer langen Pause. Nichtsdestotrotz ist die slowakische Internationale eine, die offensive Akzente setzt. Lucia Ondrusova ist zweikampfstark, ballsicher und sorgt für Torgefahr. Fussball geht für die ausgebildete Lehrerin Hand in Hand mit Leidenschaft. Steht sie auf dem Rasen, vergisst sie alles. Sie selbst spricht sogar von einer Art «Medikament». Nur konnte sie während ihres dritten Jahres in Neunkirch selten daran nippen. Der im August gegen Basel erlittene Kreuzbandriss zwang sie in die undankbare Rolle der Zuschauerin. Und trotzdem sagt Ondrusova: «Es war eine gute Erfahrung für mein ganzes Leben.» Auf dem langen Weg zurück setzte sie sich kleine Etappenziele. Das Gehen ohne Krücken etwa – oder später das Joggen.

Aus dem Umfeld des FCN, vom Staff und ihren Teamkollegen erfuhr sie in dieser Zeit grosse Unterstützung. Sowieso ist Lucia Ondrusova der kollektive Ansatz des Fussballs wichtig. «Alleine Sport treiben könnte ich nicht. Ich brauche Leute um mich herum», erklärt die fröhliche 29-Jährige. Wenn sie einen Ausgleich benötigt, singt sie gerne. Zu Hause in der guten Stube hat Ondrusova ein Mikrofon – und begleitet sich auf der Gitarre gleich selbst. Seit sie im Klettgau spielt, hat sie sich nicht nur fussballerisch weiterentwickelt. Fünf Sprachen beherrscht sie mittlerweile. Ein Aspekt, der ihr im internationalen Ensemble entgegenkommt. Noch immer liegt der Gewinn des Doubles für den FC Neunkirch im Bereich des Möglichen. Und vielleicht sorgt Lucia Ondrusova wieder für Stoff, der sich bestens als Hollywood-Ver­filmung eignen würde.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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Überlegener 5:0-Sieg Neunkirchs

Zwei Partien in der Finalrunde, sechs Punkte, 9:0-Tore: Der FC Neunkirch legte binnen 96 Stunden zwei überzeugende Auftritt aufs Parkett. Nach dem geglückten Auftakt gegen die YB-Frauen doppelte der Leader am Samstag in Luzern nach – mit einem überlegenen 5:0-Sieg. In der 21. Minute eröffnete Sandy Maendly den Torreigen in der Zentralschweiz; drei ihrer Kolleginnen setzten diesen kurz vor und nach der Pause fort. Valentina Bergamaschi, Paula Serrano sowie die eingewechselte Amelia Pietrangelo erhöhten das Skore binnen dreier Zeigerumdrehungen. Und kurz vor dem Abpfiff war es wiederum Bergamaschi, die traf. Luzern, das am Mittwoch mit einer 0:2-Niederlage aus Basel zurückgereist war, blieb ohne Chance. Im dritten Direktduell der Saison verlor es zum dritten Mal.
Neunkirchs Trainer Hasan Dracic hinterliess anschliessend einen zufriedenen Eindruck: „Wir haben guten Fussball gespielt, den Ball laufen gelassen und das Spiel kontrolliert“, sagte er. Mittlerweile hat der FCN wieder eine kleine Serie lanciert; wettbewerbsübergreifend reihte er in den vergangenen Wochen fünf Siege aneinander. Der letzte Punktverlust datiert vom 1. April – und dem 1:1-Unentschieden gegen Zürich. Und gegen den FCZ kommt es in der nächsten Runde zum Gipfeltreffen im Schaffhauser Lipo-Park. In der Begegnung gegen Basel resultierte ein knapper 1:0-Erfolg für den Meister – dank eines frühen Treffers von Nationalspielerin Fabienne Humm. Neunkirchs Vorsprung auf Zürich beträgt nach wie vor zwei Zähler.

Quelle: Schaffhauser Nachrichten (Pascal Oesch)

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WER WIRD SCHWEIZER MEISTER 2016/17?